Rasseportrait

 

 

 

 

    Rasseportrait ________________________________________________________________________

    Die Hl. Birmakatze ist nicht nur was ihre mögliche Entstehung angeht etwas Besonderes. Hl. Birmakatzen sind Teilalbinos, d.h. die genetische Körperfarbe entwickelt sich nur an den kühlsten Körperstellen wie Gesicht und Ohren, Beinen, Schwanz und beim Kater den Hoden (Points). Der Rest des Körperfells ist im Idealfall hell (eierschalenfarben), der Bauch weiß. Die Augenfarbe ist immer blau. Je tiefer dieses blau ist, desto besser. Ein weiteres Rassemerkmal dieser Katzen sind die reinweißen, symmetrischen Handschuhe an Vorder- und Hinterpfoten, die nach dem Rassestandard an der Hinterpfote zudem noch in einem umgekehrten, möglichst symetrischen „V“ auslaufen müssen (Sporen).

    Birmakatzen haben ein halblanges, seidig glänzendes Fell, das aufgrund seiner Zusammensetzung recht pflegeleicht ist. Es verknotet nicht, so daß sich eine aufwendige Fellpflege erübrigt. Der Körper ist mittelschwer und leicht gestreckt auf eher kurzen, stämmigen Beinen. Sie haben einen kräftigen Schädel, mit vollen, runden Wangen eine leicht gewölbte Stirn und eine mittellange Nase mit römischem Profil, das durch einen stärker ausgeprägten Knorpel am Ansatz des Nasenrückens entsteht.


    Die Hl. Birmakatze ist eine der am schwersten zu züchtenden Rassen. Zwar ist es bei entsprechender Auswahl der Zuchttiere kein allzu großes Problem, einen dem Standard entsprechenen Körperbau zu erhalten, Schwierigkeiten bereitet den Züchtern jedoch insbesondere die erwünschte Farbverteilung.
    Bei manchen Katzen zeigen sich weiße Flecken in der Pointfarbe, Katzen der Farben seal-point und seal-tabby-point dunkeln insbesondere im Nacken, auf dem Rücken und an den Flanken mit zunehmendem Alter stark nach, entwickeln dunkle Bauchflecken - die übrigens trotz anderslautender Thesen in keinem Alter vorhanden sein dürften - oder zeigen Tabbyzeichnung auch an den Körperpartien, wo diese nicht erwünscht ist. Bei den Tabbys ist die Abgrenzung zwischen den dunkleren Streifen und dem hellen Untergrund zum Teil recht verwaschen. Die an den Pfoten erwünschte gleichmäßige Weißscheckung hat darüber hinaus die unangenehme Angewohnheit sich entweder nicht symmetrisch an allen Pfoten zu zeigen, oder sich nicht nur auf die Pfoten zu beschränken (sog. Runner).

alisha

    Trotz solcher Schwierigkeiten, die die Zucht dieser Rasse gerade auch interessant macht, hat die Hl. Birmakatze es bisher nicht nötig gehabt, sie - wie andere Rassen - Modeerscheinungen zu unterwerfen. Eine Heilige Birmakatze sah vor 50 Jahren genau so aus, wie heute. Mit dem einen Unterschied, das es heute Birmakatzen in weit mehr Farbvariationen gibt, als damals.

    Die ursprünglichen Farben der Hl. Birma waren seal-point (dunkles braun, genetisch schwarz) und blue-point (blau-grau). Nach und nach sind Züchter dazu übergegangen auch andere Farben zu züchten. Hierzu wurde es erforderlich zeitweise andere Rassen einzukreuzen um die gewünschte Farbvielfalt zu erreichen. Zwischenzeitlich gibt es Hl. Birmakatzen in den Farben, seal-, blue-, red-, creme-, chocolate- und lilac-point sowie die entsprechenden auf das Agouti-Gen zurückgehenden Tabbyvariationen (Streifung/Tigerung) sowie auf das Orange-Gen zurückgehende Tortievariationen.