Heilige Birma

 

 

 

 

    Heilige Birma  ______________________________________________________________________

     

    Heilige Birma, das klingt so wunderschön, überirdisch, geradezu erleuchtet, dass der Gedanke an eine Katze, die sich wie ihre Artgenossen den Bauch mit Futter voll schlägt oder ganz weltlich im Katzenklo herumscharrt, richtig unpassend erscheint. Die Birma ist beides, eine göttlich schöne Katze und eine, die freundlich und natürlich geblieben ist, eine Katze, wie man sie sich wünscht: anhänglich und mit allen katzengerechten Instinkten ausgestattet, inklusive jagdlicher Fähigkeiten. Nie würde sie milde nickend eine Maus in ihrem Zuhause willkommen heißen. So heilig kann selbst eine Birma nicht sein.

     

    Heilige Birmakatzen sind im wahrsten Sinne des Wortes Familienkatzen. Sie sind unkompliziert, munter, spielfreudig, klug, charmant, aufgeschlossen und nie bösartig. Birmakatzen vertragen sich mit Kindern ebenso problemlos, wie mit anderen Katzen und sonstigen Haustieren. Sie sind sehr menschenbezogen und anhänglich. Ihre Anhänglichkeit kann einen manchmal fast zu Fall bringen, wenn man keinen Schritt in seiner Wohnung machen kann, ohne von seinem „schnurrenden Fellbündel“ angestupst zu werden. Eine Birma fühlt sich in einer kinderreichen Familie genauso wohl wie bei einem allein lebenden Rentner, der sich den ganzen Tag liebevoll um seine Katzen bemüht.

    Aufgrund dieser Wesensart sollten gerade Hl. Birmakatzen nicht als Einzelkatzen gehalten werden. In einem Haushalt, in dem z.B. die menschlichen Bezugspersonen den ganzen Tag arbeiten und keine anderen Spielgefährten vorhanden sind, verkümmern sie. Eine Birma drängt nicht nach draußen, obwohl sie einen Garten oder einen Balkon genießt wie alle Katzen. Und wer kann, der ermöglicht auch der Heiligen einen Platz an der Sonne.